Freitag

Der Gavia Pass, neben dem Montozza der höchste Pass, mit ebenfalls 2640 m, von hier an wurde das Wetter besser und wir stiegen ab nach Bornio.
Es ist imzwischen Bilderbuchwetter und kaum nachvollziehbar nach dem Wetter heute morgen und ich sitze hier bei einer Radlermass und schreibe den Blog etwa 50 m ueber Bornio. Heute ist Samstag und beim Vorlesen der guten Nachtgeschichte reklamiert Pat, dass ich die grandiosen Aussichten auf Berge und Gletscher zu sehr vernachlaessige. Sie mag recht haben. Darum hier der Nachschlag: Gerade weil es neblig und wolkenverhangen war, waren die Aussichten ins Tal und auf die Berge und Gletscher Momentaufnahmen von wilder Schoenheit und fast maerchenhaften Atmosphaere. Unten in Bormio, welches einmal die Winterolympiade durchfuehrte, fragten wir nach einer Uebernachtungsmoeglichkeit fur die Pferde und erhielten vom Leiter des Bogenschiesszentrums Bornio eine Telefonnummer und die Info, er habe dort fuer uns angerufen und es gaebe Heu und wir koennten dort uebernachten. Es sei nur noch 5 km in unsere Richtung. Wir reiten quer durch Bornio hindurch und kommen nach 12 h Reiten endlich an. Wir schlafen in einer der Boxen auf dem Boden - wenigstens ist es trocken - waehrend die Pferde auf einer eingezaeunten Wiese neben der Skiliftbodenstation grasen. Zwei 12jaehrige Maedchen fuehren uns zum Restaurant, wo wir bis um 22 Uhr essen und anschliessend unsere Zelle aufsuchen. Einer unserer Zellengenossen (oder waren es mehrere) fuehlte sich offensichtlich nicht so wohl, auf jeden Fall haemmerte er die ganze Nacht mit dem Huf an die Boxenwand. Ich haette gerne einen Sack Kraftfutter als Hammer geopfert, um ihn ruhig zu stellen. Leider oder zum Glueck konnte ich den Urheber nicht ausfindig machen. In der Fruhe: dejavue - es regnet. 900 Km 30750 hm Pezzo - Bormio

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